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„Heilung geschieht über das Verbundensein“ (Martin Buber)

Familienaufstellungen

im Kontakt mit den Bewegungen der Seele

   

Familienaufstellungen können als zeitgemässe Rituale verstanden werden, die an die systemische Verbundenheit innerhalb der Familie erinnern und uns unsere Verantwortung zeigen, dementsprechend zu handeln.

Jeder Mensch ist in seine Herkunftsfamilie hineingeboren, dadurch hat er eine Bindung zu allen anderen Mitgliedern durch die primäre Liebe. Eine unbewusste Instanz, die als Familiengewissen bezeichnet wird, wacht über die Bedingungen des Systems, denen wir ausgesetzt und in deren Dienst wir genommen sind:

die Bindung, der Ausgleich zwischen Geben und Nehmen und die Ordnung. Auch in der Gegenwartsfamilie wirken diese Bedingungen.

Aus Liebe und im Dienste des Systems versuchen wir nun oft, einen Ausgleich für Krankheit oder Schicksal eines Familienmitglieds zu schaffen oder für die Achtung aller zum System Gehörenden zu sorgen. Und dies tun wir auch zum Preis des eigenen Glücks, der Gesundheit, der Beziehung, des beruflichen Erfolges, oder gar des eigenen Lebens. Insbesondere die Folgen der Kriege, die wir oder die Eltern/Grosseltern als Kinder erleben mussten wirken sich systemisch aus.

Durch Familienaufstellungen können wir Zusammenhänge unserer Verstrickungen erkennen, die Schicksale unserer Vorfahren würdigen und wieder im Kontakt mit der Lebenskraft sein, die durch unsere Ahnen zu uns kommt.

 

Lösungen entstehen im Kontakt mit den

Bewegungen der Seele

und sind zu spüren als ein "Im-Einklang-Sein" mit dem, was uns alle hält.

"Der Herzschlag dieser Arbeit ist, Menschen unterscheiden zu helfen zwischen dem, was die Seele braucht, und dem, was der blinde Druck der sozialen Konventionen, der blinden Loyalitäten und der religiösen Vorurteile von uns verlangen." (H. Beaumont).

Lösungen sind vorläufig und können als innere Bilder der Seele betrachtet werden. Sie sollen Zeit und Raum haben, sich beim Aufstellenden weiter zu entfalten, so zu wirken, wie es für diesen Menschen und dieses System stimmig ist.

Themen u.a.:

Herkunftsfamilie

Gegenwartsfamilie

Paaraufstellungen

Patchwork-Familien-Aufstellungen

Multikulturelle Beziehungen

Symptomaufstellungen

 

Zum Vorgehen: Die Gruppenmitglieder stellen sich als Stellvertreter der Familienmitglieder des jeweils Aufstellenden zur Verfügung. Diejenigen, die ihr System aufstellen werden, finden Lösungen für ihr System - gleichzeitig aber bewirkt jede Aufstellung auch für alle Teilnehmer Erkenntnisse und Lösungswege. Das Lernen dieser systemischen Sichtweise ist das Hauptanliegen des Seminars - und dies kann jeder als "Werkzeug" zur Lösung eigener Themen mitnehmen.

Bei Einzel-Aufstellung werden Figuren/Symbole als Stellvertreter genommen.

 

Termine für Einzelaufstellungen: per Telefon oder Mail.

 

 

 

 

 

Die Aufstellungsmethode aus der Sicht der Hirnforschung

Zum besseren wissenschaftlichen Verständnis der Aufstellungsarbeit hat Prof. Joachim Bauer aus Freiburg ein schönes Modell aus der Hirnforschung gefunden: die Spiegelneurone.

zur Verfügung gestellt von:

Prof. Dr. Joachim Bauer, Uniklinik Freiburg, Professur für Psychoneuroimmunologie:

Die durch die Aufstellung hergestellte Szene aktiviert Nervenzell-Netzwerke, in denen frühere Szenen abgespeichert sind. Die Wiederherstellung der Szene durch eine Aufstellung aktiviert nicht nur die Erinnerung an eine äußere Situation, wie sie damals war. Wiederhergestellte Szenen haben vor allem auch eine massive Wirkung auf die Reaktivierung von Gefühlen.

Wenn Klienten eine szenische Neuordnung herstellen und eine neue szenische Möglichkeit intuitiv als überzeugend erkennen, dann ist der Punkt erreicht, an dem ein starker Veränderungseffekt auch für den Alltag zu erwarten ist...

Die Fähigkeit, eine Szene als „Mitspieler“ (er meint Stellvertreter Anm. v. mir) richtig zu erfassen und fast authentisch auszufüllen, beruht vermutlich auf dem System der sogenannten Spiegelneurone, die den Menschen befähigen, beobachtete Situationen so zu fühlen, wie wenn es eine selbsterlebte Situation wäre. Spiegelneurone sind sozusagen „Empathieneurone“.

Sein Buch: „Das Gedächtnis des Körpers“, beschreibt u.a. die Wirkung von Psychotherapie aus der Sicht der Hirnforscher.